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Was und warum?

Kurze Erklärung

BYOD = Bring your own device.

Selbstverständlich ist im 21. Jahrhundert die Nutzung von mobilen Endgeräten unumgänglich, daher ist in den physischen Lehr- und Lernräumen auf eine geeignete Infrastruktur zu achten.

Literatur

Quellen

Haag, J.; Weißenböck, J.; Gruber, W.; Freisleben-Teutscher, C. (2016): Kompetenzorientiert Lehren und Prüfen : Basics - Modelle - Best Practices. St. Pöllen, Fachhochschule St. Pölten, S. 133


SCHOMS; AUDE; UCISA (o.J.): The UK Higher Education Learning Space Toolkit: a SCHOMS, AUDE and UCISA collaboration. Universities and Colleges

Information Systems Association, S. 55-56


Deutsche Initiative für Netzwerkinformation e.V. (2013). Die Hochschule zum Lernraum entwickeln: Empfehlungen der DINI-Arbeitsgruppe „Lernräume“. Kassel, Kassel University Press. S. 65-71


Radcliffe, D.; Wilson, H.; Powell, D.; Tibbetts, B. (2009): Next Generation Learning Spaces. Brisbane, University of Queensland, S. 70-71

Good-Practice aus dem Internet

Noch keine Beispiele

Auf den Webseiten wird BYOD nicht direkt beworben und benannt.

Tipps/Handlungsempfehlungen aus den LeHo-Interviews

IT 1

I: "Gibt es noch andere Räumlichkeiten, die speziell auch Studierende nutzen können? Und die mit PCs ausgestattet sind? (B: Die Lesesaalplätze) Oder halt auch für diese BYOD-Geschichte ausgestattet sind?"

B: "Also die Lesesaalplätze in der UB gibt es natürlich. Es gibt überall WLAN für eigene Laptops, für eigene Smartphones, für irgendwas. Man kann wirklich mit jedem Gerät in das WLAN rein. Ich kann jedes Gerät im WLAN nutzen. Ich kann alle unsere Dienste, natürlich mit den Einschränkungen, die durch das Gerät gegeben sind, auch nutzen. Ja. Mit jedem Gerät, auch mit einem eigenen. Ja. Wo wir gelegentlich mal Defizite gemeldet bekommen, ist bei der Ausstattung mit Stromanschlüssen. Das wird hier mal gewünscht, dass in der Teilbibliothek oder in manchen Räumen, wo Studenten sich halt auch gerne aufhalten und im WLAN sich bewegen, wo eben mehr Stromanschlüsse gewünscht werden. Was dann (I: Okay) möglich gemacht wird oder ein bisschen Vorlauf braucht, weil es eben ja oft dann auch eine bauliche Maßnahme als Voraussetzung gibt."

I: "Okay. Und so außerhalb der Bibliothek in Selbstlernarealen, also wie z.B. im Hauptgebäude gibt es ja diese Bereiche für studentisches Lernen. (B: Da ist alles WLAN) Genau. Aber da gibt es jetzt keine PC-Arbeitsplätze? Wo quasi vom Rechenzentrum aus dann auch die Ausstattung verwaltet wird? Sondern da muss ich mein eigenes Gerät bringen und daran arbeiten. Ist es Ihrer Einschätzung nach auch gut so oder gibt es da nicht vielleicht trotzdem noch Bedarf? Die Entwicklung geht wahrscheinlich eher dahin, dass man immer seinen eigenen Laptop mitbringt."

Bibliothek 1

B: "Die Studierenden sagen manchmal, sie hätten gerne mehr Steckdosen, aber es ist pro Arbeitsplatz mindestens eine Steckdose da und da muss man halt dann gucken, wie man zurechtkommt, denke ich. Bei den Steckdosen hätten wir theoretisch auch mehr gehabt, aber da hat das Bauamt gesagt, also das sei jetzt ja auch gut, wenn eine Steckdose pro Arbeitsplatz da wäre. Da sind die relativ grauslich gewesen, was wir ja insofern anders gemacht hätten."

Bibliothek 2

B: "Ich wollte nur was sagen, was vielleicht auch oft vergessen wird. Das ist ein ganz niedrig-praktisches Problem, aber das haben wir hier auch. Sie wissen, dass jeder mit seinem Tablet oder mit seiner irgend-device kommt, braucht irgendwann Strom. Und das wird tatsächlich manchmal vergessen. Wir versuchen jeden Arbeitsplatz hier mit einer Steckdose zu versehen, sodass man die Möglichkeit hat, sich also spätestens nach drei, vier Stunden muss in der Regel jeder wieder nachladen so. Das versuchen wir sowohl bei den individuellen Arbeitsplätzen, wie in den Gruppenräumen zu gewährleisten. Also wir liefern auch den Strom sozusagen da mit. Aber das darf nicht vergessen werden für die zukünftige Ausrüstung von Lernräumen."

Bibliothek 3

B: "Also jeder fest installierte Arbeitsplatz hat zwei Steckdosen bei uns."

I: "Reicht das?"

B: "Nein. Deswegen leihen wir ja Powerbanks demnächst aus. Wir haben mit einer Steckdose angefangen in der alten Bibliothek. Dann hat das nicht mehr gereicht. Aber wenn ich jeden Platz mit einer zweiten Steckdose nachrüste, dann muss ich sozusagen das gesamte Stromnetz ertüchtigen. Das heißt, es wird sofort eine Baumaßnahme ... aber das haben wir durchgezogen in der alten Bibliothek vor ein paar Jahren. Die neue haben wir gleich im Lesesaal mit zwei Steckdosen ausgerüstet. Aber, wie gesagt, das war eines der Ergebnisse unserer Umfrage. Die Steckdosen reichen nicht."

IT 2

B: "Ja, das heißt aber nicht, dass es keine Bibliothek mehr gibt, sondern wir möchten dieselbe Fläche als Gruppenarbeitsräume ausstatten, mit allen Zugriffsmöglichkeiten, mit Präsentationstechniken, damit die Studenten in Kleingruppen arbeiten können und wir haben, hier sind ein Haufen Häuser, wir haben [Standort der Einrichtung], wir haben [Standort der Einrichtung], wir möchten eigentlich so diesen Raum, wo Arbeitsgruppen arbeiten können, auch auf alle Gebäude verteilen und das soll dann so unsere Bibliothek der Zukunft werden. Die elektronischen Zugriffe möglichst überall zu haben. Bring-your-own-Device, wie sie daran gehen, ist egal, auch von zu Hause. Also im Grunde steht die Überschrift "Ubiquität überall". Allgegenwärtige Verfügbarkeit, egal wo ich bin auf der Welt. [I: Ja] Das ist also, sind jetzt die Nummern, wo wir gerade dran sind, VDI-Client."

Infrastruktur 1

B: "Ich kann sagen, dass die Plätze, wenn die Hochschule regulär begonnen hat, regelmäßig genutzt werden. Sie sind jetzt nicht überlaufen. Es sind nicht immer alle Plätze voll belegt. Und was die da genau machen, wie gesagt, die checken ihre E-mails oder schreiben ihre Office-Geschichten. Oder machen sonst irgendwas. Also, was die genau machen, kann ich Ihnen leider nicht sagen. Ich glaube, so viel Youtube machen sie darüber nicht. Brauchen sie ja auch heute nicht mehr. Sie machen heute Youtube realistisch betrachtet komplett über mobile Geräte. Jeder hat sein Smartphone. Sind wir mal ehrlich (I: Ja.). Oder ein Tablet. Oder manche sogar noch einen Laptop dabei. Wir haben hier über das gesamte Campusnetz W-LAN. Das heißt, die brauchen unsere Geräte schon eigentlich fast gar nicht mehr. Also wir sagen natürlich nicht: "bring your own device" für die Studenten. Bei einem Dozenten ist das anders. Da lassen wir das zu. Weil manche Dozenten sagen: Naja, ich hab mein eigenes ... Also wir haben Dozenten, die haben ihren eigenen Beamer. Das ist aber halt, weil der sagt: Das ist meins. Ich will damit arbeiten. Ich will das so. Bei den Studenten ... Wir haben das W-LAN für die Studierenden. Die können sich da mit ihren Geräten anmelden und können dann auch alles nutzen. Und wie gesagt, Youtube oder irgendwas Videos in der Hinsicht anschauen. Also ich sehe die Leute, das alles am Handy, am Tablet, an all diesen Geräten machen. Diejenigen, die unsere Infrastruktur nutzen, sind häufig dann ausländische Studierende. Weil die vielleicht keinen Laptop dabei haben. Oder weil die keinen PC haben oder sowas. Wobei das nicht für unsere Chinesen gilt. Weil die sind technisch sowieso so ausgestattet, da können sich die Deutschen meistens noch fünf Scheiben von abschneiden. Aber wenn dann andere Länder da, Südamerika, Türkei, Australien, oder sowas. Die sind manchmal nicht so gut ausgestattet. Und die greifen dann auf die Infrastruktur hier zurück."
 
I: "Also, es ist auf jeden Fall noch Bedarf da. Aber, wenn ich das jetzt richtig sehe, könnte es sein, dass es sich ausdünnt. Weil immer mehr auf den eigenen Geräten gearbeitet wird."
 
B: "Ja, aber das sehe ich nicht so. Also, ich habe das jetzt zwar so gesagt, aber ich sehe den Bedarf grundsätzlich vorhanden. Also, ich sehe uns als Hochschule in der Pflicht diese Möglichkeiten den Studierenden zu bieten. Wenn ich irgendwann mal feststelle, dass da Monate lang gar keiner mehr sich anmeldet, dann können wir das Zeug abbauen. Aber das sehe ich noch lange nicht. Das sehe ich wirklich noch lange nicht."

Bibliothek 4

I: "Wie sind die Räume ausgestattet?"

B: "Wir haben im Wesentlichen zunächst einmal attraktive Flächen geschaffen, wo man konzentriert arbeiten kann. Wo man sein eigenes Notebook mitbringt und seinen eigenen Stromanschluss hat. Das ist die ein Linie. Die andere Linie ist, dass wir nach wie vor relativ große PC-Pools haben. Ich glaube, wir haben über 400 PCs im System, die frei zugänglich zu benutzen sind. Weil es nach wie vor eine hohe Nachfrage gibt nach einem eigenen Gerät. Bring your own device ist die große Linie. Aber die Studierenden benutzen dennoch unsere Geräte und sie nutzen unsere Drucker, Scanner und andere Facilities, um im Grunde genommen zu kompensieren, dass sie zuhause vielleicht nicht sowas haben. Alle Drucker im Hochschulsystem, insbesondere in der Bibliothek, sind zugleich Drucker und Kopierer in einem. Und ich kann als Studierender an jedem Gerät in der Bibliothek einen Druckauftrag absetzen und werde dann in eine Warteschlange eingereiht und gehe dann mit meiner Bezahlkarte und mit meinem Passwort dorthin und drucke aus."

Bibliothek 5

I: "Wenn wir schauen wie die Räume, zum einen, ausgestattet sind, insbesondere diese Räume fürs informelle Lernen, wenn ich Sie eben richtig verstanden habe, ist das Hauptkonzept Bring Your Own Device, also die bringen die Infrastruktur, Strom ist da, WLAN ist da, aber Hardware ist nicht da, aber was ist sonst noch da?"

B: "Also der, der größte Teil der individuellen Arbeitsplätze sind genauso. Also es sind Schreibtisch und Strom und Netz und eine Lampe. Das sind alte Bücherregale, sprich, das ist ein relativ langer Schreibtisch, an dem die Studenten halt nebeneinander sitzen können. Es gibt auch Plätze, wo dann entsprechender Arbeitsplatz-PC da ist. Eher für eher so Rechercheaufgaben und solche ähnlichen Dinge. Aber der Großteil der Plätze sind wirklich Tische." 

I: "Können Sie da noch prozentuale schätzen, also wirklich eine Schätzung machen? Von 100 Arbeitsplätze insgesamt, davon haben wir zehn PCs und neunzig sind halt ohne."

B: "Also ich würde sagen über neunzig Prozent sind eigene, eigene Plätze. Ich meine, es gibt diese PC-Pools, die halt sowieso mit PCs ausgestattet sind, die dann teilweise auch für diesen Zweck genutzt werden. Es ist schon eher Schreibtische. Also vielleicht sind es sogar mehr als neunzig Prozent."

Bibliothek 6

I: "Genau, das wäre jetzt nämlich so meine nächste Frage zur Ausstattung. Also Sie hatten ja schon gesagt: WLAN und eben auch so diese unterschiedlichen Arbeitsbereiche, genau, bei den PC-Arbeitsplätze. Sie haben gesagt, da soll tatsächlich noch nachgelegt werden, weil oft ist es so, dass viele zu diesem bring-your-own-device übergehen und die PC-Arbeitsplätze eher abbauen als da irgendwas anzubieten."

B: "Es braucht sicherlich beides, aber ich verstehe auch, dass man so denkt, also dass diese manchmal irrtümliche Vorstellung, das alles ist ja digital vorhanden, also reicht es auch, wenn jeder sein eigenes Laptop oder Tablet oder sonst was mitbringt. Dann kommt man an und dann hat man Zugriff auf alles. Das stimmt tatsächlich nicht, da haben Sie Recht. Es ist ja auch nicht jeder Student so gut ausgerüstet. Auch wenn wir uns das gerne einbilden mögen. Also deswegen finde ich es für jede Hochschule eigentlich eine Pflicht, genau, dass PC-Pools oder irgendwelche Art des digitalen Arbeitens einfacher zu ermöglichen. Wir werden sicherlich auch die Nutzer-PCs behalten, wir erweitern die auch kontinuierlich, also dass wir zusätzlich mehr Apparate aufstellen. Und das wird auch in Zukunft so bleiben, also ich habe keine anderen Pläne. Aber was wir gerne machen wollen ist die individuellen Arbeitsplätze etwas besser digital auszustatten, dass man statt, dass man immer per WLAN, dass man sich andocken kann, dass man mehr Arbeitsspeicher zum Beispiel hat. Das ist ein Konzept, das wir jetzt anstreben für individuelle, also auch für die Stillarbeitsplätze zum Beispiel." 

I: "Das, was Sie meinten, also mehr Arbeitsspeicher also sozusagen, speicher ich jetzt hier direkt an der Uni oder an den PC-Plätzen direkt, oder?" 

B: "Über die Uni direkt an dem PC. An den Plätzen, wo man momentan andockt. Man kommt mit seinem Laptop, stellen wir uns vor, man hat dann eine Andockstation, dass man sich da andockt und dann ist man darüber über das Netzwerk dann so verbunden, dass man mehr Möglichkeiten hat mit größerer Software oder mit mehr Software z.B. zu arbeiten an dem Platz."

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