- "Also es geht ja auch in diesen Lehr/Lernlaboren darum, dass innerhalb eines Seminars der Studierenden in die Rolle des Lehrenden schlüpfen kann. Dann eben unter der Nutzung der Möglichkeiten, die er dort hat, sei es nun ein Smartboard oder Tablets oder so, versucht in der Ergänzung zu analogen Formen der Didaktik eben auch digitale Formen einfließen zu lassen. Der Raum ist also so gestaltet, dass das recht flexibel zu gestalten ist. Also auch im Sprachlabor zum Beispiel, da haben sich die Dinge geändert. Früher stand der Dozent vorne am zentralen Rechner und hat von dort die Übungen geleitet. Heute hat man da eben auch mehr den Aspekt des Selbstlernens und Hilfe von Systemen, die einem schnelles Feedback geben. Also die Qualität des Lernens hat sich da gewandelt."
- "Wir sind gestartet 2014 mit der E-Learningstrategie, wo wir in jeder Fakultät uns größere Veranstaltungen, Massenveranstaltungen angeschaut haben und Projekte unterstützt haben. Also da mal zu schauen, was kann man da tun über den inverted classroom, flip classroom-Modelle. Über formatives Assessment im Studienverlauf. Da gab es verschiedene Ansätze. Das haben wir systematisch ausgewertet und auch evaluiert. Bieten jetzt eben breiter Unterstützung in den Bereichen an und gucken auch stärker auf Möglichkeiten größere Lerneinheiten mal zu digitalisieren. Wobei wir immer auf blended learning vor allem setzen. Wir sagen, wir sind weiterhin eine Präsenzuniversität Wir sind keine Fernuniversität. Wir sehen das auch so, dass blended learning die E-learninganteile, die wir da haben, einfach nochmal ein anderes Lernen ermöglichen. Das heißt nicht, dass das Lernen besser wird automatisch dadurch, aber dass wir andere Lernwege haben. Allein schon Video. Das ist ja eine sehr niederschwellige Sache. Im Internet kann man nochmal zurückgehen, wenn man was nicht verstanden hat. Sich das nochmal anhören Das ist so ein Zeitfaktor, eben auch im Sinne der Flexibilisierung. Und immer auch zu überlegen, was sind da passende Konzepte. Wir haben ein Beratungsteam, ein E-Learning Support Team, was aus Didaktikern besteht, aus technischer Expertise. Dass da verschiedene Akteure mit involviert sind. Dazu gehört unter anderem auch die Universitätsbibliothek, das [IT Zentrum] mit dem Geschäftsbereich [ für E-Learning ], [ der Bereich Qualitätsentwicklung und der Bereich für Lehrerbildung ], da wir gerade in der Lehrerbildung das auch zum Thema machen. Digitalisierung. Wir treffen uns regelmäßig in einem Lenkungsausschuss, um da auch zu schauen, was sind strategische Ansätze. Was sind die Anforderungen von den Fakultäten. Und im Alltag eben die Unterstützung über das Seviceteam."
- "Da gucken wir natürlich auch, was gibt es an kollaborativen Formaten. Wie kann man das im Internet stützen. Gemeinsame Arbeit an Wikis beispielsweise. Wir haben gerade in diesem Jahr auch ein großes Buch oder ein umfangreiches Buch, ein Sammelband veröffentlicht, wo 90 Autoren aus unterschiedlichen Fakultäten einfach mal dargestellt haben, was sie für Projekte machen. Wo wir als [E-Learning-Gremium] unsere Strategie auch, also die Hochschulstrategie nochmal dargelegt haben - die Tools erläutert haben. Es ist ein richtig dicker Schinken geworden, der natürlich auch digital verfügbar ist. Einfach um auch nochmal zu zeigen, was hier möglich ist und Anregungen zu geben. Wir wollen das auch nochmal stärker im Internet dokumentieren mit kleinen Videos und Möglichkeiten der Kontaktaufnahme. Das wird gerade auch weiter ausgebaut dieser Bereich."
- "Ja, und genau dafür ist das sehr, sehr wichtig. Wir haben Studenten aus den Niederlanden, wir haben Studenten, die sich berufsbegleitend bei uns einschreiben. Wir haben Studenten aus Bayern, Hamburg, von ... bundesweit. Natürlich können die nicht bei jeder Präsenzveranstaltung dabei sein. Aber die möchten natürlich auch an ihrer Labortätigkeit, an ihren Veranstaltungen teilnehmen. Wir haben daher auch sehr viele Videoübertragungen für Lehrveranstaltungen. Das machen wir über eine Open-Source Lösung, die heißt Big Blue Button. Das ist eine Videokonferenzsoftware, wo 1-N übertragen können. Es können Rückfragen gestellt werden und dergleichen mehr. Die Übertragungen werden auch konserviert. Dass Studenten, die das zeitlich nicht einräumen konnten zu der Zeit online zu sein. Dass diese das zu einem späteren Zeitpunkt, sich die gesamte Vorlesung runterziehen können. Und noch einmal reingucken kann und auch in die Folien weiterklicken kann und dann springt die Lehrkraft dann automatisch mit ihrem Gespräch in genau diesen Passus. Zum Beispiel: ich habe das jetzt nicht verstanden, ich gucke mir das nochmal drei Mal an. Aber nur diesen Passus, also muss ich nicht im Video immer wieder hin und her spulen. Er kann die Folien immer wieder anklicken. Auch können Lehrkräfte ihre Folien im Nachhinein aktualisieren. Ich habe diese Vorlesung letztes Jahr gehalten, aber es hat sich etwas Neues ergeben. Dann kann ich aus diesem Foliensystem eine Folie austauschen. Das würde auch möglich sein. Dieses ortsunabhängige Lernen ist ein wesentlicher Punkt, den wir weiter ausbauen wollen."
- "Ich war noch beim (..). An didaktischen interessanten Formaten ist eben dieses Format des Online-Formats, eines moderierten Seminars über 6 Wochen. Das gibt es schon recht lange und es kommt gut an. Es gab schon früher, meinetwegen im zweiten Semester von vier Semestern, dass man anstatt einer Einsendeaufgabe, das sind diese kleinen 8 seitigen Hausarbeiten, für die gleichen Creditpoints den gleichen Stoff in einem sechswöchigen Onlineseminar macht. Fast die Hälfte der Studierenden hat diese Option genommen. Also von einem kleinen Studiengang mit 50 Leuten, machen 20 bis 25 mit. Das ist ein Format, das vom DISK schon lange etabliert ist und fußt auf den Theorien, die es schon lange im eLearning Bereich gibt. Dass man sagt, es gibt einen bestimmten Inhaltsteil, den man als Student durcharbeiten muss und es gibt wöchentliche Aufgaben. Da [läuft] die Kommunikation meistens über das Forum, aber es gibt diesen Moderator, der pro Woche etwas anmoderiert. Dann liest jeder irgendeinen Stoff und muss pro Woche ein Pflichtposting und meinetwegen zwei Kommentarpostings machen. Durch diesen Verpflichtungscharakter hat man auf jeden Fall den Forentraffic und es ist belebt. Es muss miteinander kommuniziert werden. Als Qualitätsgarant oder als Ansprechpartner macht meistens der Moderator am Ende der Woche so eine Art Synthese. Das funktioniert sehr gut und ist auch beliebt. Das Format haben wir schon länger erfolgreich. Das haben wir auch außerhalb des (..) in diesen (..)-Kursen. Das ist ein Akronym. Diese Online-Seminare sind für alle Studis, auch für die Präsenzstudenten. Diese Online-Seminare finden zu Softskill-Themen wie Zeitmanagement, Präsentations[techniken] oder Online-Kommunikation und Online-Moderation statt, wo es auch darum geht, wie man sich in einem Online-Raum bewegt und moderiert. Das wird dann mit Studenten in einem Online-Raum geübt. Zwar ohne Creditpoints, aber die Studenten bekommen ein Teilnahmezertifikat. Für manche ist das, wenn sie sich später mal bewerben wollen, eine Art Weiterbildung, die sie gerne einreichen. Das [Zertifikat] ist dann ein Anreiz für den Studenten. Das wird auch relativ gut angenommen. Wir machen diese Online-Moderation und -Kommunikation einmal im Jahr. Da sind dann zwanzig oder so dabei. Wir hatten mal eine höhere Frequenz, einmal pro Semester, also zweimal im Jahr, aber da kriegt man nicht mehr so viele zusammen. Einmal im Jahr reicht eigentlich für dieses Format. Dann haben wir noch diese Online-Rallye zum Thema - da oben hängt doch die Postkarte mit der roten Online-Rallye Aufschrift: „Erfolgreich online Präsentieren“. Diese Rallye wird im Rahmen des OLAT-Kurses, „Präsentation erstellt und präsentiert“ durchgeführt. Das sind die didaktischen Formate, im Bereich eLearning, die mir einfallen, die gut funktionieren."
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